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BIFO - Beratung für Bildung und Beruf
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Eltern beeinflussen Berufswahl entscheidend

Partnerschaftliche Begleitung erfordert gute Informationen

 

Wenn man Jugendliche bei der Berufswahl allein lässt, sind viele überfordert.Ein Großteil braucht Beratung und Unterstützung. Gefordert sind vor allem deren Eltern und Berufsberater.

 

Eine jüngst veröffentlichte Umfrage aus Deutschland verdeutlicht es: Jugendliche verlassen sich bei ihrer Berufswahl vor allem auf den Rat ihrer Mütter und Väter. Eine Verantwortung, die vielen Eltern zuwenig bewusst ist. BIFO-Geschäftsführer Dr. Klaus Mathis im Interview.

 

Wann sollte die erste Berufswahlvorbereitung beginnen?

Mathis:Es sind drei Phasen zu unterscheiden: Die erste beginnt bereits im Kindergarten, wenn spielerisch auf die Berufsvielfalt aufmerksam gemacht wird. Die zweite Phase sollte in der 3. Klasse Hauptschule/AHS beginnen.Mit Eltern, Lehrern über eigene Wünsche und Vorstellungen diskutieren, einzelne Berufe praktisch erkunden. Mit 14/15 Jahren folgt Konkretes: Sich im Detail über Berufe und Bildungswege informieren, Schnuppertage, Einzelberatung, Vergleiche anstellen, Bewerben, Anmelden, Alternativen ausarbeiten usw.

 

Wie können Eltern ihre Kinder in diesen Phasen unterstützen?

Mathis:Stärken und Vorlieben beobachten. In gemeinsamen Gesprächen die möglichen Anforderungen der Berufe abklären. Die Kinder sollten ein Gefühl von partnerschaftlicher Unterstützung bekommen.Sinnvoll ist auch, auf Informationsquellen aufmerksam zu machen.Und:Jugendlichemüssen spüren, dass Arbeit, ein Beruf, Spaß machen kann und soll.

 

Sind da manche Eltern in ihrer Verantwortung nicht überfordert?

Mathis:Um ein guter Partner sein zu können, sollten Mütter und Väter über den aktuellen Stand in der Berufs- und Bildungswelt informiert sein. Die BIFOmesse ist ein idealer Ort für praxisnahe Informationen und Ratschläge. Das Internet ist eine weitere hilfreiche Informationsquelle. Weiterführende Links sind auf unserer Homepage www.bifo.at zu finden.

Ein idealer Berufswahlbegleiter ist vergleichbar mit einem Bergführer: Der sorgt für eine ordentliche Ausrüstung und zeigt, wie man Karten liest.Auch wenn er in manchen Abschnitten vielleicht zeigt, wo der nächste Schritt zu setzen ist, den Weg hinauf zum Berg muss jeder einzelne selber gehen.

 

Welche Fehler sollten Eltern vermeiden?

Mathis:Werten sie Berufswünsche der Kindern nicht vorschnell ab. Das kann das Vertrauen zwischen Eltern undihrenKindern zerstören. Nehmen Sie den Jugendlichen nicht jene Aufgaben ab, die sie selber machen können.Sie können beispielsweise den Kontakt zu einem Unternehmen wegen einer Schnupperstelle knüpfen. Den konkreten Anruf zur Terminvereinbarung und Klärung von Details macht Ihr Kind dann aber selbst.

 

 

Was können Interessierte von Einzelberatungen im BIFO erwarten?

Mathis: Beim Erstgespräch kommen die Eltern meistens mit. Danach geht es darum, Interessen und Fähigkeiten kennen zu lernen und mit der Berufswelt und der Bildungslandschaft in Verbindung zu bringen.Aber auch Hilfestellung bei der Bewertung von Alternativen ist gefragt oder Tipps zur richtigen Bewerbung.

 

Gibt es auch schriftliche Ratschläge für Eltern?

Mathis:Eine ganze Reihe von Tipps für Eltern, deren Kind vor der Berufs- und Schulwahl steht, haben wir in einem Infoblatt zusammengefasst. Dieses liegt auf der BIFOmesse auf. Die Informationen sind aber auch im Internet zu bekommen und zwar unter www.bifo.at/eltern

 

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