Der Wegesucher

 

Markus Beer ist seit Februar Jugendcoach im BIFO und unterstützt Jugendliche dabei, ihren ganz persönlichen Berufsweg zu finden. Im Interview erzählt er, wie er zu seiner neuen Stelle gekommen ist, was seinen Tagesablauf bestimmt und was ihn besonders an seinem Beruf fasziniert.

Ein Artikel dazu ist am 20.02.2021 in den Vorarlberger Nachrichten erschienen.

 

Seit wann sind Sie Jugendcoach?

Ich bin ganz frisch beim BIFO - Beratung für Bildung und Beruf, am 1. Februar habe ich meine Tätigkeit als Jugendcoach begonnen.

 

Wie sind Sie zu diesem Job gekommen?

Schon zu Beginn meines Studiums als Sozialarbeiter habe ich den Fokus auf Jugendliche gerichtet und mein Ziel war es, eines Tages mit diesen zu arbeiten. Gesprächsführung und Beratung waren weitere Bereiche die mich immer sehr interessiert haben. Nach meinem Studienabschluss durfte ich erste Erfahrungen mit Jugendlichen in einer Wohngemeinschaft sammeln. Nun habe ich mit dem Job als Jugendcoach im BIFO die Möglichkeit, die Bereiche Jugendliche und Beratung miteinander zu verbinden und sie damit in der Berufsorientierung zu unterstützen.

 

Wie kann man sich Ihre tägliche Arbeit vorstellen?

Als Jugendcoach bin ich einerseits vor Ort an Schulen oder bei anderen Kooperationspartnern wie z.B. in Jugendzentren tätig. Dort werden Jugendliche bei Fragen zur Ausbildung, Stellensuche und Bewerbung beraten. Oft ergeben sich Fragen wie: soll ich eine Lehre machen oder weiter zur Schule gehen? Welche Ausbildung passt zu mir? Wie bewerbe ich mich? Und viele mehr. Wenn es weitere Beratung braucht, kommen die Jugendlichen auch Mal ins Büro. Dort können zusätzlich Bewerbungsunterlagen erarbeitet oder Tests zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten gemacht werden. Ziel ist es, anhand dieser Stärken und Fähigkeiten der Jugendlichen die idealen nächsten Schritte zu planen und so den erfolgreichen Übertritt ins zukünftige Berufsleben zu ermöglichen. Hier ist es manchmal wichtig, das Umfeld oder gewisse Situationen, die Druck erzeugen, mit im Auge zu haben. Wir finden immer eine gute Lösung.

 

Ist es eine Herausforderung mit Jugendlichen zu arbeiten?

Die Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen machen den Beruf spannend. Die Jugendlichen bringen die unterschiedlichsten Themen mit in die Beratung, welche immer eine individuelle Betrachtung und Bearbeitung benötigen.

 

Was fasziniert Sie daran?

Zu sehen, wie sich die Jugendlichen persönlich entfalten, wenn sie die für sie nötigen Möglichkeiten bekommen. Vor allem wenn ich mit Jugendlichen arbeite, die es im Leben nicht so leicht haben und diese dann zeigen, was alles in ihnen steckt, fasziniert mich dies besonders.

 

Wie schaut es derzeit mit Videoberatung aus?

Aufgrund der aktuellen Situation finden fast alle Beratungen per Video statt. Glücklicherweise besteht unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen aber auch wieder die Möglichkeit, persönlich mit Jugendlichen zu arbeiten, wenn besonderer Bedarf besteht.